INTERVIEW DES MONATS

Dr. Bernd Dallmann - Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Freiburg e. V.

Was fasziniert Sie am meisten an der Region Südlicher Oberrhein?
Die Natur und Landschaft wie auch die Kultur, der Wein und das Essen der Region – kurzum: Die Lebensart am Oberrhein, einer trinationalen Region.

Sie sind Zugezogener: Was fiel Ihnen zum Unterschied zu Ihrer Heimatregion am stärksten auf?
Die badische, gelassene Lebensart und natürlich, was soll ein Norddeutscher auch anderes sagen – die Berge, das milde Klima, die Offenheit und die Grenzüberschreitung.

Prägnante Kennzeichen des hiesigen Arbeitsmarktes aus Ihrer Sicht
Die Wirtschaftsregion Oberrhein ist stark begünstigt durch die zentrale Lage in Europa. Die EU-bedingte Grenzöffnung schuf neue Märkte für Verbraucher, Produzenten, Arbeitnehmer und Handwerker in der Dreiländer-Region. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht: Freiburg ist ein prosperierender Wirtschaftsstandort. Charakteristisch für diese Region sind die mittelständigen Unternehmen mit zahlreichen familiengeführten Weltmarktführern und Hidden Champions sowie der starke Dienstleistungssektor. Freiburgs Stärken liegen in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Forschung, Tourismus und Softwarewirtschaft. Die stärksten Wirtschaftszweige sind die Gesundheitswirtschaft und der Tourismus. Mit einem Anteil von 22 Prozent an Beschäftigten ist die Gesundheitswirtschaft die mit Abstand beschäftigungsintensivste Branche. Die Region Südlicher Oberrhein ist mit jährlich etwa 9,5 Mio. Übernachtungen, davon allein 1,45 Mio. in Freiburg, das beliebteste Reisegebiet im Land.
Der Tourismus ist mit seinen Wertschöpfungs-, Einkommens- und Beschäftigungseffekten ein wichtiger Eckpfeiler der Freiburger Wirtschaft. Und nicht zu Vergessen die Forschung: Auf dem Weg zur Wissensgesellschaft sind Bildung und Forschung die Grundlage für langfristigen Erfolg im Standortwettbewerb. Die Wirtschaft und Wissenschaft sind in der Region Freiburg eng verzahnt. Die Freiburger Universität sowie erstklassige Hochschulen und Forschungseinrichtungen ermöglichen einen Technologietransfer zwischen Forschung und Wirtschaft.

Sie sind bei einer Institution tätig: Wenn Sie Unternehmer wären, wo lägen Ihre thematischen Schwerpunkte? (z.B. Personalpolitik usw.)
Innovationen vorantreiben und die Lage der Firma in Grenznähe zur Internationalisierung nutzen.

Wenn Sie nicht die Position bekleiden würden, die Sie durch Ihren Lebensweg inne haben: Welchen Beruf würden Sie gerne ausüben, bzw. in welcher Branche wären Sie gerne tätig?
Eigentlich bekleide ich meinen Traumberuf, aber spannend wäre auch die Beratung von Standorten, Unternehmen und Institutionen.

Was fällt Ihnen bei dem Satz: „Wir hier im Süden!“ ein?
Wir hier im Süden haben mit unserem Standort ein besonderes Glück.

Interview Juni 2017

Dominik Fehringer - Geschäftsführer Wirtschaftsregion Ortenau 

Was fasziniert Sie am meisten an der Region Südlicher Oberrhein?
Der Südliche Oberrhein ist gekennzeichnet durch einen stabilen Arbeitsmarkt. Die starke Diversifizierung der Wirtschaft und durchaus erkennbare regionale Schwerpunkte machen die Region besonders interessant. Am Markt etablierte Weltmarktführer aus dem Mittelstand gehen Hand in Hand mit aufstrebenden Unternehmen. In den Unternehmen weiß man, wie wichtig Innovation ist. Neben der ständigen Optimierung der eigenen Produkte unterstützt die Wirtschaft ganz gezielt das Innovationspotential von Start ups. Dieses Umfeld wird gestärkt durch ein vorbildliches Engagement der regionalen Volksbanken und Sparkassen, die sich an der Regionalentwicklung beteiligen. Landkreise und Kommunen sind sich in den zentralen Fragen der wirtschaftlichen Entwicklung einig und ziehen an einem Strang. Daraus resultiert ein unternehmerfreundliches Umfeld, das mit exzellenten Universitäten und Hochschulen eine herausragende Forschungslandschaft unterstützt. Soweit zur wirtschaftlichen Situation. Addiert man noch die kulturelle Vielfalt, die unvergleichlichen kulinarischen und touristischen Attraktionen und die Schönheit der Natur, fragt man sich, wie Menschen überhaupt noch in Bitterfeld, Essen, Salzgitter oder andernorts leben können.

Prägnante Kennzeichen des hiesigen Arbeitsmarktes aus Ihrer Sicht.
Geringste Arbeitslosigkeit, interessanteste mittelständische Unternehmen, beste Aufstiegschancen für engagierte Mitarbeiter. Nichts als Superlative.

Wenn Sie nicht die Position bekleiden würden, die Sie durch Ihren Lebensweg inne haben: Welchen Beruf würden Sie gerne ausüben, bzw. in welcher Branche wären Sie gerne tätig
Ich bin als Schüler der Idee nachgehangen, dass ich als Tierarzt hätte glücklich werden können. Heute habe ich meine Zweifel, ob die Freude daran auch nachhaltig ist. Ich wollte jetzt jedenfalls nicht mehr tauschen.

Was fällt Ihnen bei dem Satz ein: „Wir hier im Süden...“
…gestalten die Welt.
Deutlich wird das bei jedem Hotelbesuch. Was wäre der Burj al Arab ohne eine Spülmaschine von Meiko, ein Bad ohne Armaturen von hansgrohe, ohne Keramik von Duravit, ohne Fön und Schminkspiegel von Aliseo, ohne Pflegeprodukte von ADA? Ziemlich leer. Ganz im Gegensatz zu den Tunneln, die von Herrenknecht auf der ganzen Welt entstanden sind. Vom besten Freizeitpark der Welt ganz zu schweigen. Da gäbe es noch viel aufzuzählen. Deshalb kann man am Ende beruhigt sagen: „Wir hier im Süden, wir gestalten die Welt.“

Interview Mai 2017

Frank Scherer - Landrat Ortenaukreis

Was fasziniert Sie am meisten an der Region Südlicher Oberrhein?
Der Südliche Oberrhein ist eine Region, die mit Reizen nicht geizt! Sie besticht durch einen außerordentlichen Facettenreichtum, den ich von kaum einer anderen Gegend in Deutschland kenne: Die verschiedenen Natur- und Kulturlandschaften bieten beeindruckende Aussichten, das Klima verleiht jeder Jahreszeit ihren Zauber, die unzähligen Sehenswürdigkeiten und Freizeitattraktionen zeugen von einem hohen Freizeit- und kulturellen Wert und die zahlreichen regionalen Erzeuger sowie die vielfach prämierten Gastronomen laden zum Genießen ein. Auch die Nähe zur Europametropole Straßburg, zum Elsass und zur Schweiz ist sowohl privat als auch wirtschaftlich ein großer Gewinn. Vor allem aber sind es die Offenheit und Herzlichkeit der Menschen, die den Südlichen Oberrhein so liebens- und lebenswert machen und ihn zur Heimat werden lassen.

Sie sind Zugezogener: Was fiel Ihnen zum Unterschied zu Ihrer Heimatregion am stärksten auf?
Ich bin am Niederrhein aufgewachsen, am Rande der Metropolregion Rhein-Ruhr und damit in einem sehr dicht besiedelten Ballungsraum. Als Landrat des Ortenaukreises und Wahl-Lahrer habe ich nun meine Heimat in der schönen Ortenau, im ländlichen Raum. Natürlich haben auch Ballungsräume ihre Vorzüge, doch meine Familie und ich fühlen uns „auf dem Land“ sehr wohl. Wir sind hier angekommen und genießen es, die Natur direkt vor unserer Haustüre zu haben – und doch in kürzester Zeit viele Kultur- und Freizeitangebote nutzen zu können, auch über die Grenzen hinweg. Mir gefällt die Bezeichnung „polyzentrische Großstadt“ für die Ortenau, das trifft es genau. Unsere Region, malerisch gelegen zwischen Oberrhein und Schwarzwald und in unmittelbarer Nachbarschaft zu Straßburg und dem Elsass, besticht durch ihre beeindruckende Natur- und Kulturlandschaft, verwöhnt durch ihre mit Sternen dekorierte Gastronomie und Hotellerie, wächst dank ihrer starken Wirtschaftskraft und begeistert mit vielfältigen Kulturangeboten in ihren reizvollen Städten und Gemeinden, in denen Tradition und Moderne kein Widerspruch sind – kurzum: hier kann man bestens leben und arbeiten.

Prägnante Kennzeichen des hiesigen Arbeitsmarktes aus Ihrer Sicht
Besonders markant am regionalen Arbeitsmarkt ist natürlich die niedrige Arbeitslosigkeit. Darüber hinaus ist der Südliche Oberrhein Arbeitnehmern ein attraktiver, diversifizierter Arbeitsmarkt, der zudem eine hohe Lebensqualität aufweist – nicht umsonst ist er durch überproportional viele Zuzüge von außerhalb gekennzeichnet. Als außergewöhnlich und ein großes Plus ist meiner Ansicht nach gerade auch die Mischung aus ländlichen Strukturen und Hightech-Industrie: Hier treffen landwirtschaftliche Betriebe und Tourismusdienstleister auf leistungsstarke und innovative Industrieunternehmen, darunter viele Weltmarktführer.

Sie sind bei einer Institution tätig: Wenn Sie Unternehmer wären, wo lägen Ihre thematischen Schwerpunkte? (z.B. Personalpolitik usw.)
Eine sehr wichtige und zugleich spannende Aufgabe von Unternehmern ist die Unternehmenskommunikation – und zwar nach innen wie nach außen. Die Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens im Sinne eines modernen Marketingmanagements nach außen zu etablieren und zugleich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Unternehmensziele zu begeistern, halte ich für wesentliche Etappen auf dem Weg zur Zielerreichung.

Wenn Sie nicht die Position bekleiden würden, die Sie durch Ihren Lebensweg inne haben: Welchen Beruf würden Sie gerne ausüben, bzw. in welcher Branche wären Sie gerne tätig?
Mein Großvater war Journalist, ganz früher wollte ich das auch werden. Während meines Jura-Studiums merkte ich, dass Journalismus vielleicht doch nicht das Richtige für mich ist. Heute kann ich sagen, dass ich in meinem Traumberuf angekommen bin. Landrat des Ortenaukreises zu sein, ist eine große Herausforderung und Freude zugleich.

April 2017

Frühling in Freiburg

Südbaden macht seinem Namen dieser Tage alle Ehre!
Die Sonnenstunden klettern nach oben und die Sonne lässt den langen kalten grauen Winter in Vergessenheit geraten.
Das Jahr hat in der FachkräfteAllianz Südlicher Oberrhein mit der Jahresvollversammlung im Februar gestartet.
Hierzu trafen sich Vertreter aller Mitglieder, um sich einerseits über den aktuellen Stand in den einzelnen Handlungsfeldern der FachkräfteAllianz zu informieren und andererseits in das Thema Digitalisierung 4.0 tiefer einzusteigen.
Hierzu durfte die FachkräfteAllianz Südlicher Oberrhein einen Experten aus dem regionalen Institut für Arbeitsmarkt und Beschäftigung (iab) begrüßen.
Interessant war zu sehen, dass durch Digitalisierung 4.0 insgesamt nicht so viele Arbeitsstellen wegfallen, wie allgemein befürchtet. Jedoch wird es einen Anstieg an benötigten Experten und Spezialisten geben, die die Maschinen bedienen. Durch Digitalisierung 4.0 ist die Herausforderung also nicht, dass die meisten Arbeitsplätze abgebaut werden, sondern vielmehr, dass die Weiterbildung und Qualifizierung der Mitarbeitenden im Fokus steht.
Vertreter von HWK und südwestmetall zeigten anschaulich an Firmenbeispielen auf, dass die Digitalisierung nicht erst jetzt beginnt, sondern bereits schon begonnen hat und viele Firmen in Umsetzung der Herausforderungen aktiv sind. Bereits im ersten Quartal fand wiederholt das Unternehmensnetzwerk Südlicher Oberrhein „Vielfalt im Betrieb“ statt. Dieses mal unter dem Titel: Meine Attraktivität als Arbeitgeber entdecken. Neue Mitarbeiter/innen ansprechen und gewinnen! An der großen Zahl der teilnehmenden Arbeitgeber aus der Region wurde deutlich, dass bereits viele für dieses Thema sensibilisiert sind und bereits sind sich dieser Herausforderung zu stellen.

Interview März 2017

Philippe Maitreau - Président de Maison de l'Emploi et de la Formation

Was fasziniert Sie am meisten an der Region Südlicher Oberrhein? 
Die Aktivität und der wirtschaftliche und geschäftliche Reichtum der Dörfer und Kleinstädte (zahlreiche Geschäfte und Unternehmen).

Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Merkmale des Arbeitsmarktes?
Der dynamische jedoch zweifelsohne sehr kontrastreiche Arbeitsmarkt: Arbeitsplätze von sehr unterschiedlicher Qualität (bzgl. Dauer, Bezahlung, Stabilität, Zukunft...).

Sie handeln im Auftrag einer Institution: Wenn Sie Unternehmer wären, was wären Ihre Prioritäten (nach Thema, bspw. Personalpolitik)?
Die berufliche Qualifikation von Mitarbeitern, Kompetenzen (auch in anderen Bereichen als nur im Bereich der beruflichen Kompetenzen) und Anpassungsfähigkeit dieser Personen.

Welche Beschäftigung würden Sie, unter Berücksichtigung Ihres Lebenslaufes, gerne ausüben? Genauer, welche Branche würde Sie am meisten anziehen?
Aufbau von Unternehmen zwischen Frankreich und China.

Interview Februar 2017

Marco Sprengler - Geschäftsführer IG Metall Freiburg und IG Metall Lörrach  

Was fasziniert Sie am meisten an der Region Südlicher Oberrhein?
Die landschaftliche Vielfalt, die wir in unserer Region geboten bekommen, fasziniert mich sehr. Auch die Nähe zu unseren Nachbarn Frankreich und Schweiz gibt der Region seinen offenen europäischen Flair, der uns in der Region prägt. Durch diese geografische Lage, sind grenzüberschreitende Arbeitsverhältnisse „normal“, was eine Bereicherung für den Arbeitsmarkt ist.

Was fiel Ihnen zum Unterschied zu Ihrer Heimatregion am stärksten auf.
Der Schwarzwald mit seinen Bergen hat gegenüber der Norddeutschen „Flachlandschaft" landschaftlich völlig andere Reize. Auch kulinarisch sind die Regionen sehr unterschiedlich. Was für mich eine große Freude ist, weil die Speisekarte dadurch mit gutem Essen zu Hause größer geworden ist. Auch die Weinberge vor der Haustür zu haben, einfach klasse.

Prägnante Kennzeichen des hiesigen Arbeitsmarktes aus meiner Sicht.
Der Arbeitsmarkt ist sehr vielfältig und stabil mit niedrigen Arbeitslosenzahlen. Unsere Industrieregionen sind ein riesiger „Mischwarenkonzern“, die Vielfalt der unterschiedlichen Unternehmen ist Bemerkenswert. Viele Betriebe sind mit Ihren Produkten führend auf dem Weltmarkt. In dem Zuständigkeitsbereich von mir, sind Belegschaften, Betriebsräte und Gewerkschaften in der Lage die erfreulicherweise kontinuierlichen wirtschaftlichen Höhen und manchmal auch Tiefen gemeinsam nachhaltig zu meistern. Alle betrieblichen Akteure und die Agentur für Arbeit waren in der Finanz- und Wirtschaftskrise, aus meiner Sicht, beispielhaft in der Zusammenarbeit um die Arbeitsplätze gemeinsam zu sichern. Die im Vergleich niedrigen Arbeitslosenzahl zum Rest der Republik zeigt auch wie interessant unser Standort hier in der Region ist.

Sie sind bei einer Institution tätig: Wenn Sie Unternehmer wären, wo lägen Ihre thematischen Schwerpunkte?
Das Unternehmen für alle Beschäftigten so nachhaltig aufstellen, dass die Herausforderungen der Zukunft mit der Belegschaft gemeinsam bewältigt werden. Durch diese nachhaltige Personalpolitik interessant sein für Fachkräfte. Wertschätzung für geleistetes an die Beschäftigten weitergeben und als Selbstverständnis platzieren. Durch gute Produkte den Markt bedienen, dabei ständig Forschung und Entwicklung für die zukünftigen Projekte fördern. Die Herausforderungen rund um Industrie 4.0 in Ruhe, aber mit dem Ziel in der neuen Digitalisierung für die Zukunft gut aufgestellt zu sein. Tarifgebunden und Mitglied im Arbeitgeberverband wäre das Unternehmen natürlich auch….

Wenn Sie nicht die Position bekleiden würden, die Sie durch Ihren Lebensweg inne haben: Welchen Beruf würden Sie gerne ausüben, bzw. in welcher Branche wären Sie gerne tätig?
Ich kann mir keinen besseren „Beruf“ vorstellen. Ich habe mein „Hobby“ zum Beruf machen dürfen.

Was fällt Ihnen bei dem Satz: „Wir hier im Süden!“ ein?
Leben und arbeiten, wo andere Urlaub machen: In der „Toscana Deutschlands“

Interview Januar 2017

Dr. Dieter Salomon - Oberbürgermeister der Stadt Freiburg  

Was fasziniert Sie am meisten an der Region Südlicher Oberrhein? 
Neben unserer wunderbaren landschaftlichen Lage mag ich vor allem den europäischen Charakter hier. Es ist für uns alle selbstverständlich, Ausflüge in das Elsass und in die Schweiz zu machen, und wir freuen uns auch über Besucher von dort. Wir sind eine Region im Herzen Europas, und das prägt meiner Ansicht nach auch die Haltung zu Europa, die eine positivere ist als woanders. Und das prägt auch den Arbeitsmarkt hier am Oberrhein, der durch grenzüberschreitende Arbeitsverhältnisse zusätzliche Möglichkeiten bietet.

Sie sind Zugezogener: Was fiel Ihnen zum Unterschied zu Ihrer Heimatregion am stärksten auf?
Die Fruchtbarkeit des Bodens: Aus dem Allgäu kannte ich nur Milchwirtschaft. Hier gibt es Obst, Gemüse, Getreide und vor allem Weinbau… Herrlich!

Prägnante Kennzeichen des hiesigen Arbeitsmarktes aus Ihrer Sicht! 
Das prägnanteste ist sicherlich, dass wir hier keine typische Industrieregion sind wie zum Beispiel im Stuttgarter oder Mannheimer Raum, sondern eher eine Dienstleistungs- und Wissenschaftsregion. Schließlich ist ein sehr starker Arbeitsmarktbereich in der Region alles, was mit Gesundheit und Rehabilitation zu tun hat, ausgehend von der Freiburger Uniklinik. Damit ist auch die herausragende Bedeutung der Universität mit ihren Instituten, Auslagerungen und Start-Ups einbezogen. Freiburg ist sicherlich auch in Hinsicht auf eine innovative Umweltwirtschaft ein starker Motor für die ganze Region.

Sie sind bei einer Institution tätig: Wenn Sie Unternehmer wären, wo lägen Ihre thematischen Schwerpunkte? (z.B. Personalpolitik usw.)  
Das Amt eines Oberbürgermeisters einer mittleren Großstadt ist dem Job eines Unternehmers gar nicht so unähnlich: Die Verwaltung ist mehr oder weniger auch ein „Konzern Stadt", mit vielen städtischen Gesellschaften und Beteiligungen. Es gilt in beiden Fällen, das Unternehmen ständig weiter zu entwickeln und neue zukunftsfähige Projekte anzustoßen und gleichzeitig das Kapital, zum Beispiel die Infrastruktur des Unternehmens, kontinuierlich zu pflegen. Denn es ist wichtig, auch die nächste Generation mit zu denken, und das heißt für mich: nachhaltig denken.

Wenn Sie nicht die Position bekleiden würden, die Sie durch Ihren Lebensweg inne haben: Welchen Beruf würden Sie gerne ausüben, bzw. in welcher Branche wären Sie gerne tätig?
Ich kann mir keinen schöneren Beruf vorstellen!

Was fällt Ihnen bei dem Satz: „Wir hier im Süden!“ ein?
… sind alle stolz auf unseren Bundesligaverein SC Freiburg, der unsere Region nicht nur in sportlicher Hinsicht hervorragend vertritt, sondern auch positive Auswirkungen auf die Wirtschaftskraft und die Identifikation in der Region hat.